Die Kommunalwahl 2026 rückt näher und auch für diese Wahlperiode sind wir wieder bereit für soziale Gerechtigkeit und eine bezahlbare Daseinsvorsorge für alle einzustehen. Wir freuen uns, dass wir für den Kreistag, in Oberursel und diesmal auch in den Gemeinden Schmitten und Bad Homburg antreten werden. Unsere Arbeit für eine gerechtere und solidarischere Gesellschaft beginnt vor Ort.
Gemeinsam wollen wir die Kommunen stärken und die Lebensqualität für alle Menschen verbessern. Lassen Sie uns gemeinsam anpacken und Veränderungen vorantreiben – für eine solidarische Zukunft in unseren Gemeinden!
Unsere Spitzenkandidat: innen für den Kreistag
- Laslop Paul
- Lena Scholz
- Doris Mauczok
- Clemens Selzer
- Michèle Gravius
- Marcel Favila Montes de Oca
- Abdalla Abdi
- Dimitros Zotos
- Jutta Körber
- Jona Piatkowski
- Alexandra Busch
- Ingmar Schlegel
- Christina Pössel
- Manfred Niendorf
- Olga Hübner
- Constanze Sperner
- Andrea Sümbül
- Fabian Hoff
- Lea Schenk
- Maurice Kern
- Roland Haas
- Ulrike Wiegandt
- Rolf Höhne
- Till Landzettel
- Thomas Wiegandt
- Steffen Thiele
- Olaf Argens
- Torsten Scholz
- Jan Langguth
- Leo Groß
- Alexander Busch
- Benjamin Fuchs
- Ursula Klier
Unser Programm für den Hochtaunuskreis
13 Kommunen – 372 Einkommensmillionäre: Der Hochtaunuskreis zählt zu den einkommensstärksten Landkreisen Deutschlands. Gleichzeitig steigen seit Jahren die Lebenshaltungskosten und Kultur und Soziales sind von strengen Sparmaßnahmen betroffen. Allein 2023/24 wurden 104 geförderte Sozialwohnungen vorzeitig aus der Preisbindung entlassen, während die durchschnittliche Kaltmiete pro Quadratmeter auf 13,50 € anstieg – in Städten sogar noch deutlich darüber. An den 59 Schulen fehlen Sozialarbeiter*innen oder müssen sich Stellen teilen und im Bereich Verkehr lässt etwa die lang angekündigte U2-Verlängerung noch immer auf sich warten.
Wir akzeptieren nicht, dass unsere Daseinsvorsorge und Infrastruktur immer weiter abgebaut werden. Soziale Gerechtigkeit, öffentlicher Wohlstand und wirksamer Klimaschutz dürfen kein Privileg sein.
Lebenshaltungskosten müssen fair sein – ohne eine Mietpreisbindung fressen Profitinteressen von Immobilienkonzernen die finanziellen Mittel der Menschen auf. Um niedrige Einkommen zu entlasten fordern wir außerdem einen Ausbau des sozialen und gemeinnützigen Wohnungsbaus.
Bestehende Gebäude dürfen nicht dem Verfall und Leerstand ausgesetzt werden. Die Spekulation mit Grundstücken muss erfasst und sanktioniert werden und Wohnungen sollen kontinuierlich klimafreundlich und barrierefrei modernisiert werden – ohne Gentrifizierung und Verdrängung, sondern für ihre Mieter*innen.
Dabei wollen wir Vermieter*innen in der Sanierung unterstützen, damit Klimaschutz bezahlbar bleibt. Auch die Kommune soll ihren Beitrag leisten: Statt Grundstücke zu verkaufen, sollen sie angekauft und für sozialen Wohnungsbau und Gemeinwohlprojekte genutzt werden.
Um diese Maßnahmen finanzieren zu können, setzen wir auf eine gerechte Gewerbesteuer sowie auf eine soziale Grundsteuer, die große Konzerne stärker in die Pflicht nimmt.
Kommunen sind ihren Bürger*innen eine Mobilitätsgarantie schuldig. Ob in der Stadt oder auf dem Land, ein dichter Takt muss die Anbindung liefern, die eine Teilnahme am alltäglichen Leben ermöglicht. Auch in der Nacht sollen Nachtbusse und Anruf-Sammeltaxis die sichere Fortbewegung gewährleisten. Zentrale Anliegen der Linken sind dabei die Regionaltangente West, die U2-Verlängerung sowie die Taunusbahn: wir fordern endlich konkrete Realisierungen und menschennahe Umsetzungen. Haltestellen und Verkehrsmittel müssen barrierefrei gedacht werden.
Öffentliche Verkehrsmittel müssen außerdem sozial gerecht sein: Wir streben einen kostenlosen ÖPNV an – angefangen mit starken Vergünstigungen für Schüler*innen, Auszubildende, Senior*innen und Menschen mit geringem Einkommen. Umweltfreundliche Fortbewegungsmittel sollen attraktiver sein, keine Bequemlichkeitseinbußen. Deshalb setzen wir uns für einen Ausbau der Radwegnetze, die Gewährleistung guter Fahrradstellplätze und -parkhäuser, sowie E-Bike-Ladestationen insbesondere an Bahnhöfen und stark frequentierten Orten ein. Bedürfnisferne und kostspielige Werbemaßnahmen wie eine Feldberg-Seilbahn lehnen wir ab.
Der öffentliche Raum bestimmt die Lebensqualität in unseren Kommunen und unserem Kreis. Bildung, Infrastruktur und Klimaschutz müssen Hand in Hand gehen und sozial angelegt sein.
Kitas und Schulen dürfen nicht Opfer von Sparmaßnahmen bleiben: Sie brauchen tariflich bezahltes, qualifiziertes Fachpersonal, unterstützt von fester Schulsozialarbeit in kontinuierlich modernisierten Gebäuden, um flächendeckend garantierten Zugang zu Bildung und (Ganztags-)Betreuung bieten zu können.
Auch die Pflege muss gestärkt werden. Es braucht wohnortnahe Pflegestützpunkte und eine bessere Kurzzeit- und ambulante Pflege. Krankenhäuser müssen in öffentlicher Hand geführt werden, um eine gerechte, gleiche Versorgung für alle und faire Arbeitsbedingungen sicherzustellen.
Weit über die Pflege hinaus sollen Menschen durch kostenfreie und niedrigschwellige Beratungsangebote unterstützt werden – in rechtlichen, sozialen oder gesundheitlichen Fragen und mit klarer Weitervermittlung.
Das gemeinsame Leben wird durch Kultur und Freiräume für alle bestimmt – Bibliotheken, Schwimmbäder und Jugendzentren sollten von Kommunen nicht als „freiwillige Leistungen“ begriffen werden, sondern als unverzichtbare Orte der Teilhabe und müssen entsprechend besetzt und finanziert werden.
Im 21. Jahrhundert ist die digitale Welt fester Teil des öffentlichen Raums und alltäglichen Lebens – daher muss eine lückenlose und zeitgemäße Internetversorgung sowohl mobil als auch in Form von Glasfaseranschlüssen ebenso zur Selbstverständlichkeit werden, wie die Digitalisierung von bürokratischen Prozessen im Hochtaunuskreis. Dabei ist die digitale Souveränität unserer Kommunen unverzichtbar: Der Einsatz von Open-Source-Software könnte nicht nur Kosten einsparen, sondern auch aus der Abhängigkeit von einzelnen Großkonzernen befreien.
Damit das Leben im Hochtaunuskreis auch in der Zukunft lebenswert sein kann, setzt sich die Linke für wirksamen und nachhaltigen Klimaschutz ein: Maßnahmen wie Flächenentsiegelungen, öffentliche Trinkwasserspender und die Begrünung von Städten sollen entsprechend des „Schwammstadt“-Prinzips zum Hitzeschutz und zur Förderung der Artenvielfalt beitragen. Nachhaltige Energiekonzepte sollen vorangetrieben werden, wie etwa Solarenergie durch kommunal geförderte Bürger*innen-Solarkraftwerke, die Nutzung von Dächern in kommunaler Hand sowie die Überdachung von Parkplätzen für Photovoltaikanlagen und der Ausbau von dezentralen Nahwärmenetzen. Klimapolitik ist nicht erst Aufgabe des Bundes, sondern beginnt in den Kommunen.
Kommunale Politik muss von den Bedürfnissen der Menschen vor Ort gedacht werden. Schließungen von Poststellen, Arztpraxen und Kneipen, Sozialabbau und fehlende Bus- & Bahnverbindungen sind keine technischen, sondern politische Probleme. Bürger*innen sollten mitentscheiden können – dafür müssen politische Prozesse transparent sein und Möglichkeiten zur Mitbestimmung und Beteiligung eröffnet werden. Diese Teilhabe muss alle gesellschaftlichen Gruppen integrieren: Als Linke setzen wir uns aktiv für Frauen, Menschen mit Behinderung, mit Migrations- oder Fluchthintergrund, queere Personen, Jugendliche und Senior*innen ein. Statt Profitlogik wollen wir „Sorgende Städte“: eine demokratische Gesellschaft, die finanziert, was gebraucht wird – auch im „ländlichen Raum“.
Unser Ziel ist klar: ein Hochtaunuskreis, in dem alle gut leben können – sozial, klimafreundlich und solidarisch.
Sozial ist wer sozial kann!







